ENTDECKE
DIE WELT
DER ARCHÄOLOGIE

Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Flaschenförmige Gefäße
aus Gräbern

Erlensee

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Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Zur Hälfte erhaltene
keltische Holzschale
aus der Saline

Bad Nauheim

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Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Keltische Gefäße

Bad Nauheim

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Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Rekonstruierte Grablege
des Keltenfürsten aus dem
Frankfurter Stadtwald
im Archäologischen Museum FFM

Frankfurt

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Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Gefäße zum Salzsieden
aus der keltischen Saline

Bad Nauheim

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Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Kupferkessel und
verziertes Tongefäß
aus einem Grabhügel

Bad Schwalbach

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Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Rekonstruierter Mauerverlauf
am keltischen Oppidum
Milseburg

Hofbieber

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Ossitatio torrorenis est erum ape
nulliquam ipsa doluptam eos autempos
quos ad earchillam voles eost.

Odiam quam et autem fugiam, iusanis
et magnis ditaquam atquiatur
alibusandi que nis et volupta volo-
rerum verspis dol

Detail einer Schmuckscheibe
am Pferdegeschirr

Hofheim-Langenhain

Die Eisenzeit und die Kelten in Hessen

Die eisenzeitliche Grablege aus Ober-Wöllstadt mit zahlreichen Gefäßen und einem Schwert wird in der Sonderausstellung in der Keltenwelt am Glauberg zu sehen sein.

Archäologische Spuren

Hessen verfügt über ein reiches Kulturerbe, das seit Jahrtausenden geprägt ist von unterschiedlichsten Kulturen und Epochen. Allerorts trifft man auf ihre Spuren, die vielfach im Boden verborgen sind, bei Ausgrabungen zutage kommen oder als gut sichtbare Relikte in Stadt und Land auszumachen
sind. Tausende archäologische Geländedenkmäler und Fundobjekte, die der Eisenzeit und insbesondere der keltischen Sachkultur zugeordnet werden können, sind in Hessen dokumentiert. Sie sind eine wahre Fundgrube für die Wissenschaft.

Blick auf die keltische Höhensiedlung und heutige Stadt Amöneburg bei Marburg

Reiches Erbe der Eisenzeit in Hessen

Viele Tausend Fundstätten der Zeit von 800 v. Chr. bis zum Beginn der Römerzeit im 1. Jahrhundert n. Chr. sind von Kassel bis Michelstadt, von der Lahn bis zum Fuldaer Land dokumentiert. Darunter sind herausragende Plätze wie die Milseburg in der Rhön, der Altkönig im Taunus, die Alteburg bei
Niedenstein, der Christenberg im Marburger Land und der Dünsberg bei Wetzlar sowie die Grabhügel im Frankfurter Stadtwald, das Lahn-Dill-Gebiet mit seinem Eisenvorkommen und nicht zuletzt der Glauberg mit seinen reichen Fürstengräbern.
Kostbare Objekte aus Gold und Bronze, Alltagsgegenstände wie Keramikgefäße, Werkzeuge und Textilien sowie Waffen und Schmuck, Handelsgut, Münzen und Beigaben aus Gräbern – die Palette
an Exponaten für das Themenjahr ist sehr groß.

Die „Keltoí“ – ein Sammelbegriff

Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. werden erstmals ethnische Namen Mitteleuropas durch griechische und später durch römische Schriftgelehrte überliefert. In Kombination mit den archäologischen Quellen ist es so möglich, die Bildung einer keltischen Identität zu fassen. Das Gebiet nördlich der Alpen – und damit auch Hessen – erlebte mit der Eisenzeit einen allmählichen Übergang von der Vorgeschichte zur Geschichte.

Der Name „keltoí“ (altgriechisch) oder „celtae“ (lateinisch) wird auf die Stämme direkt nördlich der Alpen übertragen. Die frühen Angaben bei den Griechen sind jedoch selten, spätere Beschreibungen wie zum Beispiel die des römischen Feldherrn Caius Iulius Caesar sind stark von eigenen Intentionen geprägt, so dass ein weiter Interpretationsspielraum für die Definition der Kelten gegeben ist. Eine Verbindung von schriftlichen und materiellen Quellen birgt zudem interdisziplinäre Fallstricke für die Diskussion, was unter „Kelten“ zu verstehen ist, welche archäologischen Kulturgruppen dazu gehören, welche nicht, und was als typisch keltisch bezeichnet werden kann. Seit längeren wurde der Konsens gefunden, die archäologische Latène-Kultur (450-15 v. Chr.), benannt nach einem Fundplatz in der Schweiz, mit den Kelten der antiken Schriften gleichzusetzten. Trotz regionaler Ausprägungen im Fundmaterial der Latène-Kulturen werden vor allem die Kunststile als einendes Element verstanden.

Die Kelten – archäologisch gesehen

Schwierig zu sagen: Wie könnte eine keltische Siedlung ausgesehen haben?

Archäologisch, also durch Funde und Befunde, zu fassen sind besonders Neuerungen in Technologie, Siedlungswesen, Handelsstrukturen, Kunst, Kleidungsmoden und Bestattungssitten und damit die stetigen Veränderungen der Gesellschaftsstrukturen.

Am auffälligsten ist die Geschichte des neuen Werkstoffes Eisen, der in der Hallstattzeit (800-450 v. Chr.) zuerst nur für wenige Gegenstände Verwendung fand. Darunter sind Schwerter, Pferdetrensen und Schlachtmesser, die von den Eliten benutzt wurden. In der Latènezeit (450-15 v. Chr.) entwickelte man in der Landwirtschaft und im Handwerk neue, bis heute verwendete Geräte, wie Pflugschar, Sense, Bügelschere oder Löffelbohrer. Durch den lokalen Abbau von Erz sowie der Verhüttung und Produktion – fast schon in industriellem Ausmaße – im Hintertaunus und im Lahn-Dill-Gebiet stieg die Produktion von Eisenobjekten im Laufe dieser Jahrhunderte enorm an.

Dies bedingte Umweltveränderungen, die durch die Ausweitung der landwirtschaftlichen Flächen und der Bevölkerungszunahme in der Latène-Zeit noch verstärkt wurde. Auch wurden große Machtzentren gegründet. Dazu gehören der Glauberg in der frühen keltischen Zeit und u.a. die Milseburg, der  Dünsberg und das Heidetränk-Oppidum im Taunus in späterer Zeit.